31.05.2019 - Fonds: DJE - Asia High Dividend

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Asien: viele gut geführte Unternehmen

Dr. Jan Ehrhardt managt den DJE - Asia High Dividend seit seiner Auflage im Jahr 2008. Im Interview spricht er über seine Nähe zu Asien, die Solidität asiatischer Unternehmen und den Einfluss des US-Dollars auf die Region.

Der DJE - Asia High Dividend feierte 2018 sein zehnjähriges Bestehen. Wie kam es eigentlich zu der Idee, einen Dividendenfonds mit Asien-Fokus aufzulegen?

Jan Ehrhardt: Wir haben vor rund 20 Jahren angefangen, interessante Unternehmen in Asien vor Ort zu treffen. Unsere Reisen führten uns unter anderem nach China, Hongkong, Japan, Thailand und Südkorea. Und wir haben schnell erkannt, dass es dort viele gut geführte Unternehmen gibt, aber von den Anlegern kaum beachtet werden.

Was macht asiatische Dividendentitel so attraktiv?

Die demografische Entwicklung der Anlageregion spricht für langfristiges Wachstumspotenzial. Einen Vorteil sehen wir auch darin, dass viele Unternehmen in Asien inhabergeführt sind. Bei der Titelauswahl fokussieren wir uns unter anderem auf solche Firmen, sofern sie in der Lage sind, schwierige Marktbedingungen gut zu verkraften.

Große Investmentgesellschaften haben Niederlassungen vor Ort. Sie nicht – ein Nachteil?

Wir reisen jährlich mindestens zweimal nach China. Nur so ist es möglich, dort Mehrwert zu schaffen. Und wenn einmal etwas Unvorhergesehenes passieren sollte, kann ich schnell anrufen und bekomme keine Unwahrheiten erzählt - weil klar ist, dass ich in spätestens sechs Monaten wieder dort sein werde. Der Lohn für den Aufwand: eine solide Rendite - bei niedriger Volatilität.

Was asiatische Aktien betrifft, gilt da noch das alte Gesetz „Fällt der Dollar, steigen die Aktien“?

Man sollte nicht nur auf den Dollar schauen. Viele Länder haben keine so hohe Auslandsverschuldung mehr wie früher und stehen besser da als noch vor wenigen Jahren - mit einer effektiveren Verwaltung, weniger Korruption, einer geringeren Verschuldung und einer gesunkenen Rohstoff­abhängigkeit. Aber auch rohstoffabhängigen Ländern geht es inzwischen besser als noch vor zwei bis drei Jahren, als die Rohstoffpreise so niedrig waren. Von der Währungs- und Inflationsseite her sieht es ebenfalls besser aus. China hat im Schattenbankensystem stark eingegriffen und hat dieses Risiko aus diesem System im vergangenen Jahr reduziert. Kurz: Es gibt schon einige Verbesserungen in verschiedenen EM-Ländern, die mich zuversichtlich machen.

Wie sieht es auf der Unternehmensseite aus? Wie solide sind die Unternehmen aufgestellt?

Asiatische Unternehmen sind häufig geringer verschuldet als ihre westlichen Pendants, und das hat verschiedene Gründe. Viele sind familiengeführt, und Eigentümer mögen oft keine Schulden. Die Bereitschaft sich zu verschulden war auch in der Vergangenheit schon geringer, da die Zinssätze in einigen asiatischen Schwellenländern deutlich höher waren. Insgesamt sehen die Bilanzen dieser Unternehmen in der Regel viel besser aus, egal ob es Immobilien- oder große Telekommunikationskonzerne oder andere Unternehmen mit stetigen Geschäftsmodellen sind. Das bedeutet: Wenn es zu einer Krise kommen sollte, werden sich schuldenfreie Firmen auch besser halten. Viele dieser Familienunternehmen warten im Grunde schon darauf, dass es eine Krise gibt, damit sie mit ihren hohen liquiden Mitteln dann auch zukaufen können, zum Beispiel um ihren Immobilienbestand zu erhöhen. Wenn man dagegen verschuldet ist, ist eine Krise schon deutlich schwieriger zu bewältigen. Deswegen zahlen derartige Unternehmen auch in der Regel eine höhere Dividende. Familienunternehmen wollen eine höhere Ausschüttung haben und investieren vielleicht nicht ganz so viel, das ist ein gewisser Nachteil, aber sie sind dann auch oft etwas solider.

Was für eine Dividendenrendite ist in diesem Jahr zu erwarten?

In den vergangenen 16 Jahren lag die Dividendenrendite im DJE - Asia High Dividend eigentlich immer zwischen 3 und 4%. Im Moment liegen wir bei 3,61%, also etwa im historischen Durchschnitt.* Eine überdurchschnittliche Dividendenrendite haben die Werte im Fonds aber in jedem Fall, denn für weltweite Aktien erwartet man für 2019 eine Dividendenrendite von knapp 2,2%. Vielleicht ist für den Fonds aber noch mehr drin, denn ich suche ständig Titel, die ihre Dividenden auch steigern können.

Vielen Dank für das Gespräch!

*Quelle: DJE Kapital AG. Stand: 30.04.2019.

 

Fondsprofil DJE - Asia High Dividend

Beitrag „Hohe Dividenden, niedrige Volatilität“

 

 

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