11.03.2019 - Märkte: Monatskommentar Februar

Maerkte-Monatskommentar-Februar

Robuste Entwicklung, gedämpfte Erwartungen

Die Aussicht auf eine konstruktive Lösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China unterstützte auch im Februar die Aktienmärkte. In Europa bremsen schwächere Unternehmensdaten.

Nach einem beeindruckenden Jahresstart konsolidierten die internationalen Aktienmärkte im Februar zunächst und setzten anschließend ihre positive Entwicklung fort. Deutsche Aktien verbesserten sich, gemessen am DAX, um 3,07% und damit etwas schwächer als der breite europäische Index Stoxx Europe 600, der um 3,94% zulegen konnte. In den USA stieg der S&P-500-Index um 3,59%. Auch die asiatischen Aktienmärkte konnten mehrheitlich zulegen; der Hongkonger Hang-Seng-Index konnte einen Zuwachs von 3,05% verbuchen. Gemessen am MSCI-World-Index stiegen Aktien weltweit um 3,44% – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Zu der insgesamt positiven Entwicklung trugen unter anderem die Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und China bei. Damit ist eine konstruktive Lösung im Handelskonflikt wahrscheinlicher geworden. Allerdings verschob sich der US-amerikanische Fokus im Handelskonflikt auf die europäische, und hier vor allem auf die deutsche Autoindustrie. US-Präsident Donald Trump wiederholte seine Drohung, die Zölle auf europäische Autoexporte in die USA deutlich anzuheben.

Die US-Konjunktur entwickelte sich weiter robust mit einem Wirtschaftswachstum von 2,6% im vierten Quartal und von 2,8% im gesamten Jahr 2018. Der vorlaufende ISM-Einkaufsmanagerindex stieg von 54,3 auf 56,6, und das Verbrauchervertrauen steigerte sich deutlich von 121,7 auf 131,4 Punkte. Allerdings gingen sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion zurück. Die Inflationsrate lag im Februar bei 1,6% gegenüber dem Vorjahr, die Kernrate ohne Energie bei 2,2%. Die US-Notenbank kündigte an, mit Blick auf die globalen Wirtschaftsentwicklungen und den gedämpften Inflationsdruck „geduldig“ prüfen zu wollen, wann weitere Zinsschritte angemessen sein könnten. Die Aktienmärkte reagierten darauf positiv.

In Europa sind die Erwartungen hinsichtlich der Berichtssaison für das vierte Quartal 2018 gedämpft. Die Marktteilnehmer gehen hier von einem geringeren Umsatzwachstum von 4,2% (Q3: 5,9%) und von einem Gewinnzuwachs von 3,6% (Q3: 14,4%) aus. Auch vorlaufende Indikatoren wie der Einkaufsmanagerindex des Euroraums gingen gegenüber dem Vormonat von 51,4 auf 50,5 Punkte zurück und lagen damit nur noch knapp über der Expansionsschwelle. In Deutschland ging der Einkaufsmanagerindex weiter von 49,7 auf 47,6 Punkte zurück, und der ifo-Geschäftsklimaindex sank von 99,3 Punkten im Januar auf 98,5 Punkte im Februar und damit stärker als erwartet. Angesichts des weiterhin offenen Ausgangs der Brexit-Gespräche, der schwächeren konjunkturellen Entwicklung und rückläufiger Frühindikatoren senkte die EU ihre Wachstumsprognose für den Euroraum von 1,9% auf 1,3% für das laufende Jahr.

Auf der anderen Seite nahmen die Aktienmärkte positiv auf, dass die deutschen Exporte gegenüber dem Vormonat um 1,5% zulegen konnten, auch wenn sie damit um 4,7% unter den Vorjahreszahlen zurückblieben. Die unabhängige Rating-Agentur Fitch bestätigte ihr BBB-Rating für Italien, das erfolgreich eine 30-jährige Staatsanleihe platzieren konnte. Die Europäische Zentralbank wiederum signalisierte, dass den Banken wahrscheinlich wieder langfristige zinsfreie Refinanzierungskredite (TLTRO) einräumen zu wollen. Auch in China wirkte die Aussicht auf eine expansivere Geld- und Fiskalpolitik unterstützend für den Aktienmarkt, einerseits mit einer Ausweitung des Haushaltsdefizits für mehr Infrastrukturinvestitionen und anderseits, um durch Steuersenkungen den Konsum anzukurbeln.

 

 

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