12.02.2019 - Märkte: Monatskommentar Januar

Maerkte-Monatskommentar-Januar

Ein starker Start ins neue Jahr

Die internationalen Aktienmärkte starteten stark ins Jahr 2019. Dies lag vor allem an der Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine mögliche Lösung im Handelsstreit und an der US-Notenbank, die eine Zinspause einlegte.

Nach einem tiefroten Dezember meldeten sich die internationalen Aktienmärkte im Januar 2019 mit starken Ergebnissen zurück. Der deutsche Aktienindex DAX stieg mit 5,82% nicht ganz so kräftig wie der breite europäische Aktienmarkt, der gemessen am Stoxx Europe 600 um 6,23% zulegen konnte. Auf der anderen Seite des Atlantiks kletterte der US-amerikanische S&P-500-Index um 7,89%. Ein ähnliches Ergebnis konnte auch der Hang-Seng-Index verbuchen, der um 7,93% anstieg. Der weltweite Aktienindex MSCI World steigerte seinen Wert um 7,69% - alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

In Europa sprachen verschiedene Frühindikatoren für eine Fortsetzung des Abwärtstrends, zum Beispiel fiel der Einkaufsmanagerindex für Deutschland deutlich um 16 Basispunkte auf 49,9 und für Europa um 9 Basispunkte auf 50,5 (Werte über 50 deuten auf eine steigende Produktion). Auch der ifo-Geschäftsklimaindex sank mit 99,1 erstmals seit drei Jahren wieder unter 100 und markierte ein Drei-Jahres-Tief.

Die deutsche Wirtschaft legte mit 1,5% im Jahr 2018 das schwächste Wachstum seit fünf Jahren hin, wobei sie im vierten Quartal immerhin noch ein minimales Wachstum erzielen konnte. Die Industrieproduktion ging in Deutschland den dritten Monat in Folge zurück. Im Jahresvergleich fiel sie um 4,7% gegenüber dem Jahresende 2017 und verfehlte damit die Erwartungen deutlich. Der Euroraum wuchs im vierten Quartal um 0,2%, wobei Frankreich das Wachstum mit 0,3% stützen konnte. Italiens Wirtschaft dagegen schrumpfte um -0,2%.

Der Internationale Währungsfonds revidierte seine Wachstumsprognosen 2019 für Deutschland deutlich von 1,9% auf 1,3% und für die Weltwirtschaft von 3,7% auf 3,5%. Die niedrigere Prognose für Deutschland dürfte auch auf die noch offene Brexit-Frage zurückzuführen sein. Sollte es zu einem ungeordneten „No deal“-Brexit kommen, würde das die deutsche Wirtschaft treffen, denn Großbritannien ist der viertgrößte Handelspartner Deutschlands nach den USA, Frankreich und China.

Die starken Aktienmarktresultate sind daher weniger auf Entwicklungen in Europa, sondern in den USA und Asien zurückzuführen. Zwischen den USA und China gab es im Januar mehrere Gespräche, um Lösungen im Handelskonflikt zu finden. China stellte dabei in Aussicht, künftig deutlich mehr Produkte und Dienstleistungen in den USA zu ordern.

Das technologische Misstrauen konnte jedoch noch nicht ausgeräumt werden: Chinesische Kommunikationstechnologie-Unternehmen werden weiterhin als nicht vertrauenswürdig eingeschätzt, und in den USA ist ein Gesetzentwurf in Vorbereitung, der den Export von Halbleitern aus den USA an diese chinesischen Unternehmen verbieten soll.

In China senkte die Notenbank den Mindestreservesatz für den Bankensektor in zwei Schritten auf 13,5%. Weiterhin rechneten die Marktteilnehmer mit einer Ausweitung des Haushaltsdefizits für mehr Infrastrukturinvestitionen und einer expansiveren Fiskalpolitik, um den Konsum anzukurbeln. Diese Erwartungen waren förderlich für die Aktienmärkte. In den USA wiederum wurde der längste „Shutdown“, d.h. das Schließen der meisten Behörden und staatlichen Organisationen, vorerst ausgesetzt.

Schließlich überraschte die US-Notenbank die Märkte positiv mit der Ankündigung einer längeren Zinspause und der Aussage, dass es keinen festgelegten Pfad für weitere Zinsanhebungen gebe, sondern eventuelle Zinsschritte von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängig gemacht würden.

 

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