
Geldanlage nach Lebensversicherung: Was tun mit der Auszahlung?
Die Lebensversicherung zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Spar- und Anlageprodukten in Deutschland. Über 20 Millionen Menschen haben einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Doch wenn die Lebensversicherung fällig wird und die Ablaufleistung ausgezahlt ist, stellt sich für viele dieselbe Frage: Was tun mit dem Geld?
Das Wichtigste zur Geldanlage nach Lebensversicherung
Lebensversicherung als Auszahlungsanlass:
Millionen Lebensversicherungen laufen in den kommenden Jahren aus. Mit der Ablaufleistung erhalten Versicherte häufig eine größere Einmalzahlung, die neu eingeordnet und geplant werden sollte.
Geldanlage statt Stillstand:
Auf Girokonto oder Sparbuch bringt eine größere Auszahlung kaum Erträge. Nach der Lebensversicherung stellt sich daher oft die Frage, welche Anlageformen langfristig sinnvoller sein können.
Individuelle Entscheidung:
Welche Geldanlage passt, hängt von Ihren Zielen, Risikobereitschaft und Anlagehorizont ab. Es gibt keine pauschale Lösung – Struktur und Orientierung sind entscheidend.
Was tun mit einer größeren Geldsumme?
Diese Frage begegnet uns im Leben immer wieder. Etwa auch bei einem zuteilungsreifen Bausparvertrag oder einem größeren Erbe. Zum einen lassen sich mit dem Geld lange gehegte Wünsche und Träume erfüllen: Eine Weltreise, eine Harley-Davidson, eine Stiftung, ein eigenes Restaurant oder womöglich etwas vollkommen anderes. Doch nicht jeder hat das Bedürfnis den Geldsegen unmittelbar wieder auszugeben. Denn klar ist: Geld ist endlich.
Auf dem Girokonto und auf dem Sparbuch sind größere Geldbeträge in Zeiten von Null- und sogar Negativzinsen schlecht aufgehoben. Deshalb entschließen sich viele Menschen dazu, ihr Geld – oder zumindest Teile davon – gewinnbringend zu investieren. Leichter gesagt als getan. Denn die Welt der Geldanlage ist vielschichtig, komplex und oft nicht leicht zu verstehen. Wer sich mit Aktien, Anleihen, ETFs oder Kryptowährungen nicht auskennt, kann sich schnell orientierungslos fühlen.
Die erste zentrale Frage lautet daher: Welche Anlagemöglichkeiten habe ich überhaupt – und wie unterscheiden sie sich voneinander?
Welche Möglichkeiten der Geldanlage gibt es nach einer Lebensversicherung?
Wir möchten allen, die aktuell auf der Suche nach einer passenden Form der Geldanlage sind, eine erste Orientierung geben. Der folgende Überblick zeigt einige gängige Anlageformen mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient lediglich als grobe Übersicht.
Klassische Anlageformen
Kapitallebensversicherung
Sie erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, obwohl sie regelmäßig in der Kritik steht. Die Auszahlung erfolgt nach Vertragsende in Form der Ablaufleistung.
Stärken: Keine Verlustrisiken des eingesetzten Kapitals (bei Beitragsgarantie).
Schwächen: Vergleichsweise geringe Renditen durch sinkenden Garantiezins, rückläufige laufende Verzinsung und ein herausforderndes Anlageumfeld; teilweise hohe Kosten.
Immobilie
Als Renditeobjekt mit Mieteinnahmen, als Eigenheim oder zum Weiterverkauf.
Stärken: Regelmäßiges Abzahlen vergleichbar mit Sparraten, Sachwert mit praktischem Nutzen, relevante Renditechancen; bei Neubauten individualisierbar; vergleichsweise geringes Risiko.
Schwächen: Geringe Flexibilität, hohe Kapitalbindung, zusätzliche Kosten wie Steuern, Makler- und Notargebühren.
Tagesgeld
Erwirtschaftet Rendite über das klassische Zinsgeschäft.
Stärken: Hohe Flexibilität, regelmäßige Sparraten möglich, bereits mit kleinen Beträgen nutzbar, geringes Risiko.
Schwächen: Geringe Renditen aufgrund des Zinsniveaus.
Geldanlage am Kapitalmarkt
ETFs
ETFs bilden Indizes wie den DAX, den S&P 500 oder den MSCI World ab.
Stärken: Breite Streuung über Märkte, Regionen oder Sektoren, gute Renditechancen, geringe Kosten, börsentäglich handelbar, regelmäßig über einen ETF-Sparplan besparbar.
Schwächen: Keine aktive Steuerung, starre Indexabbildung, Verlustrisiko des eingesetzten Kapitals.
Fonds
Fonds setzen sich aus einzelnen Wertpapieren zusammen, teilweise auch aus unterschiedlichen Assetklassen wie Aktien und Anleihen.
Stärken: Breite Diversifikation, Mischfonds mit mehreren Assetklassen, aktive Risikosteuerung durch Fondsmanager, regelmäßig über Fondssparplan besparbar.
Schwächen: Höhere Kosten, Verlustrisiko des eingesetzten Kapitals, keine direkte Gestaltung durch den Anleger.
Finanzberatung
Finanzanlagenvermittler oder Honorarberater empfehlen bestimmte Anlageprodukte.
Stärken: Persönlicher Ansprechpartner, große Auswahl an Anlageprodukten, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, regelmäßiges Sparen möglich.
Schwächen: Höhere Kosten, Verlustrisiko des eingesetzten Kapitals, geringere Flexibilität.
Online-Vermögensverwaltung
Eine Vermögensverwaltung agiert als Bevollmächtigter des Kunden und legt das Vermögen gemäß einer gemeinsam definierten Strategie an. Neben der klassischen Vermögensverwaltung gibt es auch digitale Vermögensverwaltungen wie beispielsweise Solidvest.
Stärken: Gute Renditechancen, breit gestreutes Portfolio, aktive Risikosteuerung durch Experten der DJE Kapital AG, flexible Kündigung, regelmäßige Besparung möglich.
Schwächen: Verlustrisiko des eingesetzten Kapitals, höhere Kosten.
Hinweis: Innerhalb der genannten Kategorien können Stärken und Schwächen variieren. Die Auflistung ist nicht abschließend.
Welche Geldanlage nach der Lebensversicherung passt zu mir?
Welche Anlageform die Richtige ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Es gibt passende und weniger passende Anlageformen. Letztlich ist die richtige Wahl immer stark vom Anleger, seinen Kenntnissen und Bedürfnissen abhängig. Manche Anleger möchten Ihr Depot lieber selbst verwalten, während andere Ihr Vermögen lieber in die vertrauensvollen Hände von Experten geben.
Für letztere Gruppe ist Solidvest als Digitale Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG eine interessante Option.
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