Glossar
Advance-Decline-Linie
Die Advance-Decline-Linie (kurz: AD-Linie) ist eine historische Zeitreihe, welche Aufschluss über das Trendverhalten eines Marktes/Index gibt. Der aktuelle Wert der AD-Linie ergibt sich aus der kumulierten Differenz zwischen den am Vortag gestiegenen Titeln („Advancers“) und den am Vortag gefallenen Titeln („Decliners“). Gewichtung der Einzeltitel sowie Intensität des Kursanstiegs bleiben unberücksichtigt. Ein intakter Trend liegt dann vor, wenn Markt und AD-Linie dieselbe Richtung aufweisen.
All-In-Fee
Bei einer "All-in-Fee" handelt es sich um eine Gebührenangabe in Prozent, welche sämtliche in Zusammenhang mit einer Fondsanlage anfallenden Kosten angibt, mit Ausnahme des Ausgabeaufschlages. Die All-in-Fee fasst insbesondere die Management- und Depotbankgebühren zusammen.
Aktien
Eine Aktie ist ein Wertpapier, das den Anteil an einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) verbrieft. Mit dem Erwerb einer Aktie werden Anleger zu Miteigentümern des jeweiligen Unternehmens. Dies unterscheidet Aktien grundlegend von anderen Anlageformen wie etwa Anleihen, bei denen Kapital lediglich als Darlehen bereitgestellt wird.
Anlagevergütung
Die Anlagevergütung ist einmalig bei jeder Einzahlung fällig und wird vom Anlagebetrag einbehalten, wodurch sich der zur Anlage zur Verfügung stehende Betrag vermindert.
Anleihen
Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, mit deren Hilfe sich der Herausgeber (z.B. Bund, Länder, Gemeinden, Kreditinstitute und Unternehmen) am Kapitalmarkt finanziert.
Anteile von Aktien über der 200-Tage-Linie
Dieser Indikator gibt Aufschluss über die Phase, in der sich ein Markt gerade befindet. Notieren viele Aktien über der 200-Tage-Linie, so befindet sich der Markt in einem Aufwärtstrend. Umgekehrt lässt sich daraus ein Abwärtstrend ableiten. Extremwerte nahe 100 % oder 0 % können ein Hinweis sein, dass ein bestehender Trend bereits weit fortgeschritten ist und eine Korrektur wahrscheinlicher wird.
Asset Allocation
Bezeichnung für die Aufteilung (Diversifikation) eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, wie z. B. Anleihen, Aktien, Immobilien, Währungen und Edelmetalle.
ATE
Akkumulierter ausschüttungsgleicher Ertrag.
Ausgabeaufschlag
Ist ein Aufgeld oder Aufschlag, der bei bestimmten Geschäftsarten zusätzlich zum Kaufpreis verlangt werden kann. Es ist ein Aufschlag auf den Nennwert.
Auszahlplan
Mit einem Auszahlplan vereinbart der Anleger, dass ihm aus seinem Investmentvermögen ein bestimmter Geldbetrag innerhalb einer individuell gewählten Laufzeit in monatlichen Raten oder anderen Zeitabständen ausgezahlt wird. Dies können beispielsweise ein Fondsentnahmeplan oder ein Bankauszahlplan sein.
Barquoten von Investmentfonds
Die Barquote (auch Cashquote) eines Investmentfonds ist der nicht in Wertpapiere investierte Teil des Fondsvermögens. Die Steuerung dieser Quote ist zentraler Bestandteil der Aufgaben eines Fondsmanagers. Hohe Barquoten schaffen Flexibilität und mindern den Verlust bei Kursrückschlägen, sorgen aber auch dafür, dass der Fonds in Aufwärtsbewegungen Chancen verpasst.
Beratervergütung
Ist das Entgelt für die Beratungsleistungen des Portfoliomanagers.
Beta
Beta ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen dem Fonds und Vergleichsindex. Ein Ergebnis von über 1,00 gibt an, dass sich der Fonds bei steigenden Kursen eher überdurchschnittlich, bei fallenden Märkten eher unterdurchschnittlich entwickeln wird. Ein Beta von unter 1,00 deutet auf den umgekehrten Fall hin.
Bilanz - und Ertragsanalyse
Bei der Bilanz - und Ertragsanalyse liegt der Fokus hinsichtlich der Bilanzqualität auf einer soliden Eigenkapitalquote sowie auf werthaltiger Substanz. Bei der Ertragskraft der Unternehmen werden die kontinuierliche Gewinnentwicklung, ein hoher frei verfügbarer Cashflow sowie eine gute Marktpositionierung bei hohen Markteintrittsbarrieren als wichtige Auswahlkriterien gesehen. Auch die Qualität des Managements wird genau geprüft: Verfügt es über genügend Branchenerfahrung? Hat es sich in Krisenzeiten bewährt? Die kritische Beurteilung des Managements erfolgt u. a. durch Gespräche mit der Firmenleitung des Unternehmens vor Ort.
Bonität
Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit eines Schuldners (Emittenten) und gilt als Maßstab für die Sicherheit einer Anleihe.
Bonitätsrisiken
Ein Bonitätsrisiko ist die Möglichkeit, dass ein Kreditnehmer seinen künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann oder will. Ein grundsätzliches Bonitätsrisiko besteht immer bei Zielgeschäften, das sind Geschäfte, wo die beiderseitige Leistungserbringung – hier Bezahlung – nicht sofort erfolgt.
BVI-Methode
Die BVI-Methode ist ein vom Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) entwickeltes Verfahren zur Berechnung der Wertentwicklung von Investmentfonds. Sie ist eine international anerkannte Standardmethode, die eine transparente und vergleichbare Bewertung von Fonds ermöglicht, indem sie alle fondsinternen Kosten berücksichtigt und Ausschüttungen rechnerisch reinvestiert. Die BVI-Methode berücksichtigt nicht die individuellen Kosten eines Anlegers, wie z.B. Ausgabeaufschläge oder Depotgebühren, da diese von Anbieter zu Anbieter variieren können. Die BVI-Methode ermöglicht somit einen fairen Vergleich der Wertentwicklung verschiedener Fonds, da sie eine einheitliche Berechnungsbasis schafft.
Call-Option (Kurz: Call)
Der Käufer einer Call-Option erwirbt durch Zahlung einer Optionsprämie für einen bestimmten Zeitraum das Recht, einen Basiswert (Aktie, Rohstoff etc.) zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Er wird das Recht nur dann ausüben, wenn der Preis des Basiswerts über dem festgelegten Preis liegt. Der Verkäufer der Call-Option hingegen verpflichtet sich während der Laufzeit der Option zur Lieferung des Basiswerts. Er spekuliert auf einen fallenden Kurs des Basiswerts, weil er dann die Optionsprämie erhält, ohne den Basiswert liefern zu müssen.
Cashflow
Der Cashflow (engl. für Geldfluss, Kassenzufluss) ist die Bezeichnung für eine wirtschaftliche Messgröße, die den Nettozufluss liquider Mittel während eines Zeitraums darstellt. Der Cashflow gibt zum Beispiel Auskunft über die Liquiditätssituation von Unternehmen.
DAX
Der DAX ist der bedeutendste deutsche Aktienindex. Er misst aktuell die Wertentwicklung der 40 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung börsennotierter Aktiengesellschaften in Deutschland. Neben dem DAX gibt es weitere zugehörige Indizes: MDAX für mittelgroße Unternehmen, SDAX für kleine Unternehmen, TecDAX für Technologiewerte und ÖkoDAX für die 10 am meisten gehandelten deutschen Unternehmen aus dem Prime IG Renewable Energies Index, der die Branche der erneuerbaren Energien repräsentiert.
Depotgebühr
Von der Bank ihren Depotkunden berechnetes Entgelt für ihre Dienstleistungen der Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren im Rahmen des Depotgeschäfts. Die Berechnungsgrundlagen sind unterschiedlich und u.a. gestaffelt nach Nennwert und Kurswert, Bestand und Umsatz, Wertpapierarten, Verwahrungsart.
Depotstelle und Depotführung
Die Depotstelle ist eine Bank, bei der die Wertschriften und Kontobestände deponiert sind. Ein Depot ist ein Konto zur Verbuchung von Wertpapieren. Banken, Online-Broker und Fondsgesellschaften bieten die Depotführung an.
Derivate
Derivate sind Finanzinstrumente welche zeitlich verzögert erfüllt werden und deren Wert direkt oder indirekt von der Entwicklung eines zugrunde liegenden Basiswertes ableitet (z.B. Aktien, Anleihe, Rohstoff, Währung). Diese Finanzinstrumente können dabei als Kauf, Tausch oder anderweitig, ausgestattete Finanzmarkgeschäfte getätigt werden.
Duration
Die Duration ist eine Sensitivitätskennzahl, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem festverzinslichen Wertpapier bezeichnet. Genauer genommen und allgemein formuliert, ist die Duration der gewichtete Mittelwert der Zeitpunkte, zu denen der Anleger/Fonds Zahlungen aus einem Wertpapier erhält.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote (engl. Equity ratio) beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital (= Bilanzsumme). Intern dient sie als Grundlage für Finanzierungsentscheidungen und extern als Kennzahl für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Da das Eigenkapital im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der maximale Betrag ist, mit dem ein Unternehmen haftet, ziehen Gläubiger die Kennzahl gerne zur Risikobewertung heran.
Emittenten (Herausgeber)
Emittenten sind Institutionen, die zum Zwecke der Kapitalbeschaffung Wertpapiere oder ähnliche Urkunden auf den Geld- oder Kapitalmärkten ausgeben oder ausgeben lassen. Dies können unter anderem Staaten, staatliche und überstaatliche Organisationen sowie Unternehmen sein.
ESG
Environmental, Social and Corporate Governance (kurz ESG; englisch für: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) sind Kriterien und Rahmenbedingungen der Vereinten Nationen (UN) und Finanzinstituten für die Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen innerhalb von Unternehmensführungen, öffentlichen Körperschaften, Regierungen und Behörden. Neben den Interessen und Bedürfnissen der Unternehmen weltweit sollen laut ESG-Kriterien auch die Bedürfnisse aller Stakeholder (engl. für Interessengruppen) wie Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Finanzinstitute, NGOs, Sozial- und Umweltvertreter zukünftig berücksichtigt werden. Die ESG-Kriterien sind so konzipiert, dass sie zukünftig in die Strategie aller Unternehmen weltweit eingebettet werden sollen. Die weltweite wirtschaftliche Wertschöpfung soll also zukünftig unter allen Stakeholdern umverteilt werden. ESG umfasst drei Schlüsselbereiche, die bei der Analyse der Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens bewertet werden:
Environment (Umwelt)
Dieser Aspekt bezieht sich auf die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Umwelt, einschließlich Themen wie Klimawandel, Energieeffizienz, Ressourcenverbrauch, Abfallmanagement und Umweltverschmutzung. Unternehmen, die sich auf umweltfreundliche Praktiken konzentrieren und ihre ökologischen Auswirkungen minimieren, werden positiv im ESG-Rating bewertet.
Social (Soziales)
Der soziale Aspekt von ESG betrifft die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Gemeinschaften und anderen relevanten Stakeholdern. Dazu gehören Themen wie Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Vielfalt und Inklusion, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie das Engagement in der Gemeinschaft. Unternehmen, die sozial verantwortlich handeln und sich um das Wohlergehen ihrer Stakeholder kümmern, erhalten positive Bewertungen.
Governance (Unternehmensführung)
Governance bezieht sich auf die Art und Weise, wie ein Unternehmen geführt und kontrolliert wird. Dies umfasst die Unternehmensführung, ethische Grundsätze, Integrität, Transparenz, Vorstandszusammensetzung, unabhängige Prüfung und die Einhaltung von Vorschriften. Unternehmen mit guter Governance-Struktur und -Praxis werden als vertrauenswürdig angesehen und erzielen eine höhere ESG-Bewertung.
Futures
Futures sind standardisierte Terminkontrakte auf ein bestimmtes Gut. Sie verpflichten den Erwerber, eine bestimmte Menge des zugrunde liegenden Basiswerts zu einem bestimmten, in der Zukunft liegenden, Zeitpunkt zu einem bei Abschluss festgelegten Preis zu liefern oder zu kaufen. Der Verkäufer unterliegt den gleichen Pflichten spiegelbildlich.
Geldmengenwachstum
Die im Umlauf befindliche Geldmenge ist eine Steuerungsgröße, mit der Zentralbanken versuchen, das Ziel der Preisstabilität zu gewährleisten.
Gesamtmarktbewertung
Neben der Einzeltitelbewertung beschäftigen sich Analysten auch mit der Bewertung von Gesamtmärkten. Dies kann z. B. ein Land oder Sektor sein. Anhand von verschiedenen makroökonomischen Einflussfaktoren wird eine Aussage getroffen, ob ein Markt Anlagechancen bietet.
Hurdle rate
Kalkulatorische Grundverzinsung für die Investoren. Erst nach überschreiten der Hurdle Rate wird die Gewinnbeteiligung für das Management fällig.
High Watermark
Mit der High Watermark wird das in einem Publikumsfonds/Vermögensverwaltungsmandat erreichte Gewinnniveau bezeichnet, welches überschritten werden muss, bevor der Manager Anspruch auf eine zusätzliche Gewinnbeteiligung am Anlageerfolg hat.
Indikativer Anteilspreis
Errechneter Wert des Fondsvermögens geteilt durch die Zahl der insgesamt ausgegebenen Anteile zu einem bestimmten Stichtag.
Investment Grade
Eigenschaft eines Wertpapiers, welches über ein Mindestrating (Rating) von BBB (Standard & Poor‘s) bzw. Baa (Moody‘s) oder höher verfügt.
Inflation
Die Inflation ist die Veränderungsrate von Preisen ausgewählter Güter. Diese Kennzahl ist eine der wichtigsten in der Makroökonomie, weil sie erheblichen Einfluss auf die Währung eines Wirtschaftsraumes und somit auch u. a. auf die Lebenshaltungskosten und den Außenhandel hat. Stark steigende Preise mindern den Wert einer Währung und umgekehrt. Die Steuerung der Inflationsrate gehört zu den zentralen Aufgaben von Notenbanken.
Inflationsentwicklung
Die Entwicklung der Inflation steht grundsätzlich unter großer Beachtung. Im Vorfeld der Veröffentlichung aktueller Inflationsraten werden zahlreiche Prognosen abgegeben, die dann die Inflationserwartung der Marktteilnehmer widerspiegeln. Entwickelt sich die Inflation entgegen den Erwartungen, kann dies die Handlungspolitik der EZB verändern. Häufig gehen mit nicht erfüllten Erwartungen auch übertriebene Schwankungen an den Finanzmärkten einher.
Jährliche Rendite
Als Rendite wird der jährliche Ertrag bezeichnet, den eine Geldanlage tatsächlich eingebracht hat. Die Rendite wird in Prozent des eingesetzten Kapitals angegeben. Wenn jemand also zum Beispiel 1.000 Euro angelegt hat und die Anlage in einem Jahr 30 Euro Ertrag bringt (zum Beispiel durch Guthabenzinsen), beträgt die Rendite drei Prozent.
Kaufzone
Nimmt ein Indikator einen Wert an, der in einem definierten Intervall liegt, innerhalb dessen der Basiswert eine Kaufgelegenheit bietet, so befindet sich dieser Indikator in der Kaufzone. Einige Indikatoren können aufgrund ihrer Berechnung nur Werte innerhalb eines bestimmten Intervalls annehmen. Der Relative-Stärke-Index bewegt sich innerhalb eines Bereichs von 0 und 100. Bewegt sich der Indikator unter 30, befindet er sich in der Kaufzone. Umgekehrt gilt er als überkauft, wenn sich der Wert über 70, also in der Verkaufszone, bewegt.
Kontoführungsgebühr
Kontoführungsgebühren sind die Kosten, die Sie für die Verwaltung Ihres Girokontos bezahlen. Sie fallen monatlich an und werden monatlich oder quartalsweise abgerechnet.
Korrelation
Die Korrelation gibt den Prozentsatz der Bewegung eines Fonds an, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. Eine perfekte Korrelation wird durch die Zahl 1,00 ausgedrückt, eine vollständig negative Korrelation durch die Zahl -1,00. Je deutlicher die Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Vergleichsindex. Die Korrelation wird zudem genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher die Korrelation, desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr eine erhöhte und niedrige Risikokennziffer auf aktivem Fondsmanagement oder Marktentwicklung basiert.
Kreditvergabe
Bei der Kreditvergabe überlässt die Bank ihrem Kunden einen gewissen Geldbetrag und erhebt ihm gegenüber zeitgleich die Forderung auf Rückzahlung gemäß Tilgungsplan. Mit Auszahlung des Kreditbetrages an den Kunden gerät mehr Geld in Umlauf, das zum Investieren und Konsumieren zur Verfügung steht. Eine hohe Kreditvergabe kann also positiven Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung einer Volkswirtschaft haben.
Kurs-Buchwert-Verhältnis
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV; engl. P/B ratio oder P/BV) ist eine Bewertungskennzahl, die den Aktienkurs eines Unternehmens mit dem Buchwert pro Aktie ins Verhältnis setzt. Der Buchwert entspricht dem Eigenkapital eines Unternehmens (Aktiva minus Verbindlichkeiten). Ist das aktuelle KBV im Vergleich zu dem anderer Unternehmen oder zur eigenen Historie überdurchschnittlich hoch, gilt das Unternehmen gemäß dieser Kennzahl als teuer und ist unter Bewertungsaspekten als unattraktiv einzustufen.
Kurs-Cashflow-Verhältnis
Das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV oder KCF) ist eine Bewertungskennzahl, die den Aktienkurs eines Unternehmens mit dem Cashflow pro Aktie ins Verhältnis setzt. Zur Erläuterung des Cashflows siehe oben. Ist das aktuelle KCV im Vergleich zu dem anderer Unternehmen oder zur eigenen Historie überdurchschnittlich hoch, gilt das Unternehmen gemäß dieser Kennzahl als teuer und ist unter Bewertungsaspekten als unattraktiv einzustufen.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV; engl. P/E Ratio) ist eine Bewertungskennzahl, die den Aktienkurs eines Unternehmens mit dem Gewinn pro Aktie ins Verhältnis setzt. Ist das aktuelle KGV im Vergleich zu dem anderer Unternehmen oder zur eigenen Historie über durchschnittlich hoch, gilt das Unternehmen gemäß dieser Kennzahl als teuer und ist unter Bewertungsaspekten als unattraktiv einzustufen.
KVG
Kapitalverwaltungsgesellschaft (nach deutschem Recht).
Länderrisiko
Unter dem Begriff Länderrisiko werden alle Risiken subsumiert, die daraus resultieren, dass der Emittent bzw. Kontrahent einer Anlage seinen Sitz im Ausland hat. Darunter fallen länderbedingte politische, wirtschaftliche und rechtliche Risiken.
Large Caps
Large Caps sind Aktiengesellschaften mit hohem Börsenwert. Meist Aktien großer, internationaler, allgemein bekannter und angesehener Unternehmen von hoher Solidität und Bonität, die sich durch Substanz- und Ertragsstärke auszeichnen.
Laufende Wertentwicklung
Mit dem Begriff „Wertentwicklung“ wird die Wertveränderung eines Investments innerhalb eines definierten Zeitraums bezeichnet. Oft wird der Begriff im Sinne von Performance verstanden. Wertentwicklungen lassen sich für alle Arten von Geldanlagen und Handelsgütern feststellen, auch für Indizes und Kennzahlen. Die Wertentwicklung ist allgemein die Veränderung des Wertes eines Investments in einem bestimmten Zeitraum. Sie kann absolut - als Differenzbetrag der Werte am Beginn und Ende des Betrachtungszeitraums - oder relativ - als Prozentwert - angegeben werden. Der Begriff „Wertentwicklung“ wird vielfach synonym für „Performance“ oder „Rendite“ verwendet. In diesem Sinne zeigt die Wertentwicklung dann den Anlageerfolg oder das Anlageergebnis. Manchmal bezieht „Wertentwicklung“ sich aber auch generell auf den erreichten Wert eines Investments. Er schließt auch zwischenzeitlich erfolgte Einzahlungen und Entnahmen ein und ist kein reiner Erfolgsmaßstab, sondern eine Bezeichnung für die Vermögensentwicklung.
Long/Short
Mit Long (engl. lang, weit) und Short (engl. kurz, knapp) werden Kauf- bzw. Verkaufspositionen bei Handelsgeschäften bezeichnet. Dabei werden Käuferpositionen „Long-Positionen“ und Verkäuferpositionen „Short-Positionen“ genannt. Der Inhaber einer Long-Position erwartet also steigende Kurse, der Inhaber einer Short-Position fallende.
Managementrisiko
Unter dem Managementrisiko versteht man negative Wertschwankungen, gemessen in absoluten Zahlen oder relativ zu einem Vergleichsindex, aufgrund von fehlerhaften Anlageentscheidungen des Managers eines aktiv gemanagten Investmentfonds. Bei Indexfonds und Indexzertifikaten entfällt dieses Risiko.
Markteintrittsbarrieren
Die Markteintrittsbarrieren sind Hindernisse, die ein bereits im Markt agierendes Unternehmen vor Wettbewerb mit anderen Unternehmen teilweise oder zeitweise schützen. Oft sind dies hohe Anfangsinvestitionen, Größenvorteile/Skaleneffekte, Technologievorsprung, regionale Vorteile, Marktmacht oder auch Patente.
Marktpositionierung
Entsprechend der Meinung zu einem Markt konzipiert der Fondsmanager sein Portfolio. In einem wirtschaftlichen Abschwung werden z. B . Barquoten erhöht und Aktien von qualitativ und substanziell starken Unternehmen gehalten, während bei positiven Konjunkturaussichten oft wachstumsorientierte und zyklische Unternehmen bevorzugt werden.
Maximum Drawdown
Maximal kumulierter Verlust innerhalb der betrachteten Periode, der dadurch entstanden wäre, wenn der Investor zum schlechtesten Zeitpunkt (Höchstkurs) investiert und zum schlechtesten Zeitpunkt (Tiefstkurs) innerhalb dieser Periode verkauft hätte. Bei DJE bezieht sich dieser Wert auf den Zeitraum von einem Jahr.
Mid Caps
Mid Caps sind Aktiengesellschaften mit einem mittelhohen Börsenwert, in Deutschland z. B. MDAX-Teilnehmer.
Modified Duration
Sie gibt an, um wie viel Prozent sich der Anleihekurs ändert, wenn sich das Marktzinsniveau um einen Prozentpunkt ändert; damit misst sie den durch eine marginale Zinssatzänderung ausgelösten Kurseffekt und stellt somit eine Art Elastizität des Anleihekurs vom Marktzinssatz dar.
Momentum
Das Momentum ist eine wichtige Größe der technischen Analyse. Es gibt Aufschluss über Tempo und Kraft von Kursbewegungen sowie über Trendumkehrungen. Es errechnet sich aus der fortlaufenden Division des aktuellen Kurses mit dem vor x Tagen. Das Ergebnis ist eine Kurve (die Momentumskurve) deren Ausprägung von der gewählten Periodenlänge x abhängt. Charttechniker wählen i.d.R. eine Einstellung von 12-30 Tagen für kurz- und 20-35 Tagen für längerfristige Betrachtungen. Die Momentumskurve kann wie ein Chart analysiert werden. Wendepunkte im unteren Bereich der Kurve können als Kauf-, Wendepunkte im oberen Bereich können als Verkaufssignale gewertet werden.
MSCI World EUR
Sogenannter Weltaktienindex: Der MSCI World Index ist ein Aktienindex, der in die weltweit größten Unternehmen aus 23 Industrieländern investiert. Während der MSCI World in US-Dollar berechnet wird, wird der MSCI World EUR in der Währung Euro berechnet.
Nettoinventarwert
Der Nettoinventarwert wird von der Depotbank errechnet. Er ergibt sich aus der Summe aller bewerteten Vermögensgegenstände abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten. Der Nettoinventarwert eines Anteils entspricht dem Nettofondsvermögen geteilt durch die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Anteile. Der Nettoinventarwert pro Anteil eines Investmentfonds entspricht dem Rücknahmepreis, es sei denn, eine Rücknahmegebühr wird erhoben.
Overlay Investment
Mit Overlay bezeichnet man grundsätzlich Strategien, in denen Finanzderivate zur Absicherung oder auch Positionierung getrennt vom jeweiligen Vermögen oder Fonds verwaltet werden.
Performancegebühr
Unter der Performancegebühr versteht man eine Gebühr, die als eine Art Managementgebühr erhoben wird. Die Performancegebühr wird abhängig von der erzielten Performance berechnet.
Preisindex
Ein Preisindex, auch Kursindex, spiegelt die reine Kursentwicklung einer Aktienauswahl wider. Das Gegenstück zum Preisindex ist der Performanceindex, der zusätzlich zur Kursentwicklung Dividendenausschüttungen berücksichtigt. Außer dem DAX werden bedeutende Leitindizes in der Regel als Preisindex veröffentlicht. Bei Vergleichen sollte dies berücksichtigt werden.
Put-Call-Ratio
Die Put-Call-Ratio (PCR) ist im Wertpapierhandel einer der Timing-Indikatoren zur Bewertung von Wertpapieren. Sie stellt die gehandelten Put-Optionen den Call-Optionen gegenüber. Sollten Put-Optionen überwiegen, deutet das auf eine negative Marktstimmung. Überwiegen Calls, deutet das auf eine positive Marktstimmung hin. Zu beachten ist bei der Betrachtung der Put-Call-Ratio, dass normalerweise weniger Puts nachgefragt werden als Calls. Ist die PCR daher ausgeglichen, wird das von vielen Marktteilnehmern bereits als Anzeichen einer eher negativen Marktstimmung gesehen.
Put-Option (Kurz: Put)
Der Käufer einer Put-Option erwirbt durch Zahlung einer Optionsprämie für einen bestimmten Zeitraum das Recht, einen Basiswert (Aktie, Rohstoff etc.) zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Er wird das Recht nur dann ausüben, wenn der Preis des Basiswerts unterhalb des festgelegten Preises liegt. So sichert er sich gegen fallende Kurse ab und begrenzt sein maximales Risiko. Der Verkäufer der Put-Option hingegen verpflichtet sich während der Laufzeit der Option zur Abnahme des Basiswerts. Er spekuliert auf einen steigenden Kurs des Basiswerts, weil er dann die Optionsprämie erhält, ohne den Basiswert abnehmen zu müssen.
Renditeerwartung
Die Rendite ist der Ertrag einer Geldanlage, der innerhalb eines Jahres erzielt wird, in Bezug auf den Kapitaleinsatz des Anlegers. Somit ist die Rendite ein wichtiger Aspekt zur Erfolgsmessung von Kapitalanlagen.
Restlaufzeit
Die Restlaufzeit ist ein zentrales Kriterium bei der Analyse und Bewertung von Anleihen innerhalb eines Wertpapierportfolios. Sie gibt Aufschluss darüber, wie lange es dauert, bis eine Anleihe ihr Fälligkeitsdatum erreicht und das investierte Kapital an die Anleger zurückgezahlt wird. Die Restlaufzeit beeinflusst zahlreiche Aspekte des Portfoliomanagements – von der Zinssensitivität über das Risikoprofil bis hin zur Liquiditätsplanung und Ertragsprognose.
Risikokennzahlen
Anlagen in Fonds haben ein gewisses Risiko. Umso größer die Renditechancen, je höher auch das entsprechende Risiko. Hier entscheidet der Anleger, welche Gewinne er erzielen möchte und wie hoch dafür das Risiko sein soll. Durch Risikokennzahlen hat man die Möglichkeit, unterschiedliche Fonds mit gleichem oder annäherndem Anlagehorizont zu vergleichen. Zu diesen Risikokennzahlen gehören u.a. Beta, Korrelation, Maximum Drawdown, Sharp Ratio, Tracking Error, Treynor Ratio, Value at Risk und Volatilität.
Risikoklassen
Seit dem 1. Juli 2011 muss jede Fondsgesellschaft für in Deutschland aufgelegte Fonds Anlegerinformationen („Beipackzettel“) erstellen. Danach wird jeder Investmentfonds auf einer Risiko-Skala von 1 (geringes Risiko bei potenziell geringerem Ertrag) bis 7 (hohes Risiko bei potenziell höherem Ertrag) eingestuft.
Risiko von Kursverlusten
Das allgemeine Marktrisiko besagt, dass die Gefahr eines Verlustes besteht. Dieser Verlust resultiert aus einer insgesamten Bewegung des Marktes. „Insgesamte Bewegung “ bedeutet hier, dass sich der Markt insgesamt bewegt, d.h. zum Beispiel, dass alle deutschen Aktien einem Kursverlust ausgesetzt sind.
Rollierende Wertentwicklung
Die rollierende Wertentwicklung zeigt einen Performanceerfolg, der periodenartig dargestellt ist und ein bereits erfolgtes Ergebnis anhand neuer Fondskurse aktualisiert.
Sharpe Ratio
Dahinter verbirgt sich die Idee, mit Hilfe einer Kennziffer eine Möglichkeit zu erhalten, die Rendite und das Risiko zwischen unterschiedlichen Geldanlagen zu vergleichen. Die Sharpe Ratio beschreibt, wie stark die Rendite einer Geldanlage über dem risikofreien Zinssatz (bei DJE wird der EURIBOR 1 Monat verwendet) lag und bei welcher Standardabweichung (Volatilität) diese Rendite erzielt wurde. Hier gilt folgende Faustregel: Je höher die Sharpe Ratio, desto besser ist das Investment.
Short-Positionen von Hedgefonds
Die Funktion von Short-Positionen wird im Abschnitt „Long und Short“ beschrieben. Dieser Abschnitt erklärt, wie Short-Positionen von Hedgefonds als Stimmungsindikator benutzt werden können. Liegt in einem Markt eine große Anzahl von Short-Positionen, lässt das darauf schließen, dass die Fondsmanager sehr negativ gestimmt sind. Aus antizyklischer Sicht wäre das ein Kaufargument, hinter dem die Aussage „irgendwann muss die Stimmung wieder positiver werden“ steht. Eine Verbesserung der Stimmung würde dazu führen, dass die Fondsmanager ihre Short-Positionen glattstellen und damit für steigende Kurse sorgen (siehe „Long und Short“) bzw. wieder vermehrt Long-Positionen eröffnen.
Small Caps
Small Caps ist die Bezeichnung für kleinere Aktiengesellschaften mit geringem Eigenkapital.
Sparplan
Grundsätzlich handelt es sich bei einem Sparplan um einen Dauerauftrag oder eine Lastschrift zum regelmäßigen Kauf von Wertpapieren.
SRI
Der SRI (Summary-Risk-Indicator) ist ein 7-stufiges Risikoklassensystem, welches von den Finanzproduktanbietern vorgegeben wird. Diese Kennzahl berücksichtigt neben der Schwankungsbreite, auch den Erwartungswert der Rendite und statistische Kennzahlen. Dieser Indikator ist eine Kombination aus einem Marktrisikomaß (MRM, Bandbreite: 1 [geringes Risiko] bis 7 [hohes Risiko]) und einem Kreditrisikomaß (CRM, Bandbreite: 1 [geringes Risiko] bis 6 [hohes Risiko]). Da sich die PRIIP-Verordnung auf ein breites Universum von Produkten bezieht, hat die Regulierungsbehörde diese in 4 Kategorien eingeteilt. Das MRM wird je nach PRIIP-Kategorie unterschiedlich berechnet.
Standardabweichung
Die Standardabweichung (Volatilität) ist das in der Investmentwelt am weitesten verbreitete Risikomaß. Sie ist eine mathematische Größe, die als Maßzahl für das Risiko einer Anlage herangezogen wird. Sie gibt als Kennzahl die Schwankungsintensität des Anteilpreises innerhalb einer bestimmten Periode – bei DJE innerhalb von zwei Jahren – an. Je höher die Standardabweichung desto risiko- aber auch chancenreicher ist eine Investition in diesen Fonds.
Stimmungsindikatoren
› Meinungsumfragen bei Investmentfondsmanagern und institutionellen Anlegern
› Barquoten von Investmentfonds
› Shortpositionen von Hedgefonds
› Optimistische und pessimistische Börsenbriefe
› Put-Call-Ratio
Transaktionspauschale / Transaktionsspesen / Transaktionskostenpauschale
Er bezeichnet dann die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren anfallenden Gebühren. Dabei handelt es sich vor allem um die Provisionen der Bank oder des Brokers. Ggf. kommen auch noch Maklerspesen und Entgelte der jeweiligen Börse hinzu. Die Depotgebühren gehören dagegen nicht zu den Transaktionskosten.
Trendindikatoren
› Advance-Decline-Linie (Differenz aus steigenden und fallenden Aktien)
› Anteil von Aktien über der 200-Tage-Linie
› Differenz aus neuen Höchst-und Tiefstkursen
› Höhe der Börsenkredite
TER
Die TER (Total Expense Ratio) oder Gesamtkostenquote ist eine Kennzahl, die Aufschluss darüber gibt, welche Kosten bei einem Investmentfonds jährlich zusätzlich zum Ausgabeaufschlag anfallen.
Terminkontrakte / Futures
Terminkontrakte oder Futures beziehen sich auf ein bestimmtes Gut. Sie verpflichten den Erwerber, eine bestimmte Menge des zugrunde liegenden Basiswerts zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu einem bei Abschluss festgelegten Preis zu liefern oder zu kaufen. Der Verkäufer unterliegt den gleichen Pflichten spiegelbildlich.
Treynor Ratio
Hier wird die Überschussrendite eines Fonds gegenüber einer risikolosen Anlageform gemessen und die entstandene Differenz durch die Sensitivität des Fondspreises bezüglich Marktschwankungen, dem Beta, geteilt. Sie gibt damit den Mehrertrag – verglichen zur risikolosen Anlage – pro Risikoeinheit wieder.
Tracking Error
Als Tracking Error bezeichnet man einen Indikator für die Ähnlichkeit zwischen der Wertentwicklung des Fonds und seinem Vergleichsindex. Je niedriger der Tracking Error ist, desto stärker orientiert sich der Fondsmanager an einem Index, wie beispielsweise dem MSCI World. Index-Fonds haben einen Tracking Error nahe null. Fonds, die aktiv gemanagt werden, weisen dagegen einen relativ hohen Tracking Error auf.
Überperformance
Das ist der Mehrertrag der erzielt wurde im Verhältnis zum Vergleichsindex, einer Alternativanlage oder eines definierten Erfolges.
Überschussliquidität
Die Überschussliquidität drückt eine positive oder negative Abweichung von der realen Geldmenge (siehe „Geldmengenwachstum“) aus. Als Überschussliquidität wird auch die Liquidität bezeichnet, die nicht direkt von der Realwirtschaft benötigt wird und damit für Anlagezwecke an den Kapitalmärkten zur Verfügung steht.
Unternehmensanalyse
Bei der fundamentalen Einzelwertanalyse geht es um die Auswahl aussichtsreicher Aktien und Renten. Im Aktienbereich erfolgt eine systematische Ermittlung ausgewählter Substanz- und Ertragskennzahlen, um so besonders bilanzstarke und preiswerte Unternehmen herauszufiltern.
Value at Risk
Hierbei wird gefragt, wie hoch der maximal zu erwartende Verlust ist, der sich unter normalen Bedingungen am Markt ergeben kann. Der Value at Risk kann als die wahrscheinliche Barwertänderung eines Portfolios beschrieben werden. Die Berechnung erfolgt für eine bestimmte Periode und ein vorgegebenes Wahrscheinlichkeitsniveau. So besteht beispielsweise bei einem 99%igen Wahrscheinlichkeitsintervall eine Restwahrscheinlichkeit von 1%, dass die Verlustgrenze (Value at Risk) für eine bestimmte Periode (bei DJE 20 Tage) von den tatsächlichen Verlusten überschritten wird.
Vergleichsindex
Indizes (z.B. DAX ® - Deutscher Aktienindex) die zur vergleichenden Analyse der Wertentwicklung mit einem Fonds oder einem Fondportfolio verwendet werden.
Verkaufszone
Nimmt ein Indikator einen Wert an, der in einem definierten Intervall liegt, innerhalb dessen der Basiswert eine Verkaufsgelegenheit bietet, so befindet sich dieser Indikator in der Verkaufszone. Einige Indikatoren können aufgrund ihrer Berechnung nur Werte innerhalb eines bestimmten Intervalls annehmen. Der Relative-Stärke-Index bewegt sich innerhalb eines Bereichs von 0 bis 100. Bewegt sich der Indikator über 70, befindet er sich in der Verkaufszone. Umgekehrt gilt er als überverkauft, wenn sich der Wert unter 30, also in der Kaufzone, bewegt.
Vermögensverwalter
Nach dem Bankenaufsichtsrecht lautet die korrekte Bezeichnung in Deutschland Finanzportfolioverwaltung. Vermögensverwalter treffen für private und auch für institutionelle Investoren aktiv Anlageentscheidungen. Sie kaufen und verkaufen Aktien und andere Finanzprodukte, aber auch Sachwerte wie Immobilien.
Vermögensverwalterentgelt / Vermögensverwaltungshonorar
Wenn Sie einen Vermögensverwalter engagieren, fallen neben den Grundgebühren auch - je nach Vereinbarung - Entgelte, Gewinnbeteiligungen oder Pauschalhonorare an. Der Vermögensverwalter ist hierbei berechtigt Anlageentscheidungen im Sinne und im Namen seiner Kunden zu treffen und umzusetzen. Dafür wird er honoriert.
Vermögensaufteilung in % des Gesamtportfolios für Dachfonds
Die Vermögensaufteilung in Prozent des Gesamtportfolios stellt eine detaillierte Übersicht dar, wie sich das gesamte investierte Kapital auf verschiedene Anlageklassen, Regionen oder einzelne Wertpapiere verteilt. Grundlage dieser Darstellung ist, dass die in den Investmentfonds enthaltenen Einzeltitel, sogenannte Zielfonds, transparent offengelegt und anteilsmäßig ins Gesamtbild eingerechnet werden. So kann nachvollzogen werden, welcher Anteil des Portfolios etwa in Aktien, Anleihen oder andere Anlageformen investiert ist.
Ermittlung der prozentualen Aufteilung
Um ein möglichst vollständiges und exaktes Bild des Portfolios zu erhalten, werden alle in den Zielfonds enthaltenen Positionen aufgeschlüsselt und anteilig auf das Gesamtportfolio umgerechnet. Dadurch lassen sich Überschneidungen und Klumpenrisiken erkennen sowie die Diversifikation des Portfolios bewerten. Die Angaben erfolgen stets als Prozentwert vom Gesamtwert des Portfolios und zeigen, wie hoch der jeweilige Anteil einer bestimmten Anlageklasse oder eines Werts tatsächlich ist.
Transparenz über die Zielfonds hinweg
Diese Methode betrachtet nicht nur die direkte Allokation, sondern dringt eine Ebene tiefer: Sie analysiert, in welche konkreten Wertpapiere die einzelnen Zielfonds investieren. So wird sichtbar, welche Unternehmen, Branchen oder Staaten am Ende tatsächlich im Portfolio vertreten sind. Dadurch wird das Bild der Vermögensaufteilung wesentlich präziser, als wenn man sich ausschließlich auf die Oberkategorie „Fonds“ beschränkt.
Abgrenzung: Nicht berücksichtigte Positionen
Zu beachten ist, dass Positionen in Derivaten und Futures bei dieser Auswertung nicht einbezogen werden. Der Fokus liegt auf den tatsächlich gehaltenen Wertpapieren und klassischen Anlageklassen.
Zweck und Nutzen der prozentualen Vermögensaufteilung
Durch diese prozentuale Darstellung erhalten Anleger ein transparentes und nachvollziehbares Bild der Struktur ihres Portfolios. Sie können auf einen Blick erkennen, wie breit gestreut ihr Vermögen ist, wie hoch der Anteil von Aktien oder Anleihen ausfällt und ob das Portfolio zur eigenen Risikoneigung passt. Die Auswertung unterstützt dabei, Investmententscheidungen fundiert zu treffen und die Zusammensetzung des Portfolios gezielt zu steuern.
Verrechnungsentgelt
Bei einem Anlagebetrag von 1.000 Euro wird das individuelle Anlageergebnis am ersten Tag durch die Verrechnungsentgelt von 65,00 Euro (6,50 %) vermindert, wodurch sich der zur Anlage zur Verfügung stehende Betrag reduziert. Zusätzlich können die Wertentwicklung mindernde jährliche individuelle Depotkosten entstehen.
Verschuldung
In diesem Fall sind damit alle Verbindlichkeiten einer Volkswirtschaft gegenüber Dritten gemeint. Wie eine Regierung mit den Schulden eines Landes umgeht, lässt Schlüsse auf das wirtschaftliche Umfeld zu. Eine hohe Neuverschuldung ist beispielsweise oft mit Reformen und Konjunkturprogrammen verbunden. Die Staatsverschuldung findet auch große Beachtung bei der Einstufung der Kreditwürdigkeit von Ländern.
Verwaltungsvergütung
Ist das berechnete Entgelt für die Verwaltung des Fondsportfolios.
VG
Verwaltungsgesellschaft (z.B. nach österreichischem oder Luxemburger Recht).
Volatilität
Siehe Standardabweichung.
Volkswirtschaftliche Analyse
Die volkswirtschaftliche Analyse beschäftigt sich mit der gesamtwirtschaftlichen Lage eines Wirtschaftsraumes. Für ihre Einschätzung werden u. a. zentrale Kennzahlen zur Wirtschaftsleistung, Einkommensverteilung, Arbeitslosigkeit und Preisentwicklung herangezogen. Die Veränderung der Kennzahlen lässt auf die aktuelle Konjunkturphase und -entwicklung schließen.
Währungsrisiken
Das Währungsrisiko, auch Wechselkursrisiko genannt, bezeichnet bei einer Kapitalanlage in einer Fremdwährung das Risiko, dass durch einen schlechteren Wechselkurs beim Auflösen der Investition weniger Geld zurückgezahlt wird, als erwartet. Im Gegenzug ergeben sich durch einen besseren Wechselkurs aber auch Währungschancen.
Watch List
Auf einer Watch List werden Titel gesammelt, die grundsätzlich interessant sind, gegenwärtig jedoch aufgrund spezieller Gründe keine Investmentalternative darstellen. Trotzdem lohnt es sich, diese Titel im Blick zu behalten, um eine Änderung der Situation nicht zu verpassen. Oft wird eine Bedingung (Kursmarke, fundamentales Ereignis etc.) festgelegt, die erfüllt werden muss, um einen Kauf zu rechtfertigen.
Wirtschaftliches Wachstum
Wirtschaftliches Wachstum – meist als prozentuale Veränderung angegeben – bezeichnet die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das Bruttoinlandsprodukt misst den Gesamtwert der Waren und Dienstleistungen eines Jahres in einer Volkswirtschaft. In der Regel werden die monatlichen, vierteljährlichen oder jährlichen Wachstumsraten angegeben. Die Wachstumsraten berechnen sich als Quotient aus der relativen Zunahme (Wachstum) desBruttoinlandsprodukts in Beziehung zum Wert des Bruttoinlandsprodukts in der Vorperiode.
Zertifikate
Derivative Finanzinstrumente, mit denen der Anleger an der Entwicklung anderer Investments (z.B. Wertpapier, Aktienkorb, Index oder ein anderes Finanzprodukt) partizipiert. Zertifikate unterliegen neben dem Kursrisiko zusätzlich dem Emittentenrisiko.
Zielfonds
Einzelne Investmentfonds, die im Fondsvermögen anderer Investmentfonds (z.B. Dachfonds, Aktienfonds) enthalten sind.
Zinsentwicklung
Mit Zinsentwicklung ist in diesem Fall die Entwicklung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank gemeint. Das ist der Zinssatz, zu dem Geschäftsbanken Sicherheiten (Wertpapiere) in Zentralbankgeld umtauschen können. Die Geschäftsbanken finanzieren die dort entstehenden Kosten mit den Zinserträgen, die sie für die Kreditvergabe an ihre Kunden erhalten. Aus diesem Grund hat der Leitzins einen großen Einfluss auf die Volkswirtschaft und die Finanzmärkte: Steigt er, geben die Banken die erhöhten Kosten an ihre Kunden weiter. Hohe Kreditkosten lassen die Nachfrage sinken und beeinflussen die Investitionsbereitschaft und Kaufkraft. Sinkende Zinsen machen festverzinsliche Geldanlagen unattraktiver für Investoren, was einen positiven Effekt auf die Aktienmärkte hat.