Der Iran-Konflikt dominierte im April die Märkte und führte zu starken Preisbewegungen. Zu Monatsbeginn hatte Trump Angriffe auf Energieanlagen um zehn Tage ausgesetzt, doch mit Ablauf der Frist wuchs die Angst vor einer Eskalation. Am 5. April drohte er, Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sollte Iran die Straße von Hormus nicht öffnen.
Für Entspannung sorgte zunächst seine Ankündigung vom 7. April, die Angriffe für zwei Wochen auszusetzen. Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad verstärkten die Hoffnung auf eine Einigung. Diese wurde jedoch durch Aussagen von US-Vizepräsident JD Vance enttäuscht, wonach kein Deal zustande kam, gefolgt von Trumps Ankündigung, Schiffe aus der Straße von Hormus zu blockieren.
Trotzdem hielten sich Markthoffnungen, auch weil Trump später erklärte, der Konflikt sei „fast am Ende“. Am 17. April sorgte die Meldung, Iran werde die Straße dauerhaft offenhalten, für große Euphorie: Öl der Sorte Brent fiel auf 90,38 USD/Barrel und der S&P 500 erreichte ein Rekordhoch.
Als die Waffenruhe auslief, verlängerte Trump sie am 21. April, bis Iran ein Angebot vorlegt. Fehlende Fortschritte und die weiterhin gestörte Schifffahrt ließen die Ölpreise aber wieder steigen. Eine geplante US-Reise nach Pakistan wurde am 25. April abgesagt, und am 29. April gab es Spekulationen über mögliche neue Militärschläge. Der Preis für Brent stieg zum Monatsende auf 114,01 USD/Barrel.
Mit steigenden Ölpreisen nahmen Inflationssorgen zu: Die US-Inflation erreichte im März 3,3% (Vormonat: 2,4%), und im Euroraum stieg die Inflationsrate im April auf 3,0% von 2,6% im März. Diese Entwicklung schürte Ängste vor Stagflation und ließ Erwartungen an restriktivere Zentralbanken steigen.
Die Fed beließ zwar die Zinsen unverändert, doch widersprachen drei regionale Präsidenten einer lockereren Linie. Fed Funds Futures für Dezember 2026 preisten nur noch 3 Basispunkte Zinssenkungen ein gegenüber 7 zu Monatsbeginn.
Staatsanleihen litten unter dieser Entwicklung: Ihre Renditen erreichten zum Teil neue Höchststände. 10-jährige japanische Staatsanleihen stiegen auf über 2,5% (höchster Stand seit 1997), 10-jährige deutsche schlossen bei 3,11% (seit 2011), 10-jährige britische bei 5,07% (seit 2008), und 10-jährige US-Staatsanleihen stiegen auf 4,37% (+5,4 bp).
Aktien erwiesen sich demgegenüber als robust. Besonders stark stiegen der US-Aktienmarkt und die Aktienmärkte vieler Schwellenländer.
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