Die globalen Märkte waren im September von steigenden Anleiherenditen, hoher Energiepreisvolatilität und einer erneut restriktiveren Geldpolitik geprägt. Zu Monatsbeginn belasteten ein Wiederaufflammen der Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise die Risikobereitschaft. Damit nahm auch die Sorge zu, dass sich der Energiepreisschock über höhere Inflationserwartungen in eine erneut längere Phase restriktiver Geldpolitik überträgt.

 

Besonders prägend war der Anstieg der langfristigen Staatsanleiherenditen. Neben robuster Konjunktur und höheren Ölpreisen und den damit verbundenen Inflationsrisiken rückten zunehmend strukturelle Risiken in den Fokus. Sorgen über die wachsende Verschuldung, hartnäckige Haushaltsdefizite und die langfristige Tragfähigkeit der Zinslast führten dazu, dass Investoren höhere Risikoprämien verlangten. Für Aktien erhöhte dies den Druck, besonders in Bereichen mit hohen Bewertungen und weit in der Zukunft liegenden Gewinnerwartungen.

 

Die US-Notenbank reagierte auf das erhöhte Inflationsniveau – 3,4% im Juli sowie im August – mit einer Zinsanhebung um 25 Basispunkte auf eine Zielspanne von 3,75% bis 4,00%. Es handelte sich um die erste Zinserhöhung seit 2023. Auch die EZB setzte ihren restriktiven Kurs fort und erhöhte den Einlagensatz auf 2,50%. Die Inflation stieg im Euroraum von 3,2% im August auf 3,8% im September.

 

An den Rentenmärkten für Staatspapiere in den USA und Deutschland entwickelten sich die Renditen im Monatsvergleich einheitlich. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg zum Monatsultimo um 53 Basispunkte und schloss bei 5,28% ab. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen stieg um 26 Basispunkte von 3,32% auf 3,58%. Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen zog um 46 Basispunkte auf 4,61% an.

 

Bei den Unternehmensanleihen gab es auch ein einheitliches Bild. Die Renditen von Euro-Anleihen mit Investment Grade stiegen von 3,87 % auf 4,28 %, und die Renditen von in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen mit Investment Grade stiegen von 5,49% auf 6,04%. Im High-Yield-Segment stiegen bei US-Dollar-Papieren die Renditen um 107 Basispunkte auf 8,35% und bei in Euro notierten Papieren um 70 Basispunkte auf 6,77%.

 

Gold wurde im Umfeld deutlich steigender Zinsen abverkauft und schloss bei 4.156 US-Dollar pro Feinunze. Der US-Dollar zeigte sich gegenüber dem Euro stärker und lag zum Monatsultimo bei 1,133.

 

 

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