Technologie und Gesundheit im Fokus

Durch den Digitalisierungsschub aufgrund der Corona-Pandemie stehen die Sektoren Technologie und Gesundheit zurzeit besonders im Fokus des DJE - Europa. Fondsmanager Maximilian Köhn erläutert, nach welchen Titeln er sucht und welchen Ansatz er in seinem Fonds verfolgt.

Technologie und Gesundheit sind die dominierenden Branchen in Ihrem Fonds. Damit treffen Sie wohl den Nerv der Zeit?

Die Sektoren Gesundheit und Technologie machen zusammen knapp unter 40% des Fondsportfolios aus und sind damit in der Tat die dominierenden Branchen. Die Covid-19-Pandemie hat die Bedeutung von “Technologie“ und “Gesundheit“ noch stärker erkennen lassen und damit unsere schon vor der Pandemie umgesetzte Fokussierung bestätigt. So wurden staatlicherseits innerhalb von zwei bis drei Monaten Investitionen in die Thematik Digitalisierung getätigt, welche unter normalen Umständen sicherlich zwei bis drei Jahre gedauert hätten. Nach unserer Auffassung handelt es sich hierbei nicht um einen situationsgetriebenen Trend, sondern um eine langfristige, nicht mehr umkehrbare Entwicklung. Davon sollten entsprechende Werte profitieren.

Auch bei den vordergründig langweiligen und sicheren Gesundheitsaktien kommt es auf die richtige Auswahl an, wie der Kursverlauf gerade in diesem Jahr zeigte. Zum Beispiel litten zahlreiche Medizintechnik-Unternehmen an dem Verschieben von elektiven Operationen oder große Pharmaunternehmen an den nicht stattgefundenen Behandlungen. Andere profitierten dagegen von erhöhtem Bedarf an Covid-19-Behandlungs-/Diagnostik-Maßnahmen. Biotech- und Medizintechnikfirmen wiederum wurden geradezu beflügelt, ausgelöst durch die Diskussionen um einen Impfstoff und die verschiedenen Methoden zur Diagnostik.

Die Covid-19 Pandemie hält uns weiter in Atem. Inwieweit hat sie auch für nachhaltige Veränderungen in den Sektoren Gesundheit und Technologie gesorgt?

Die Covid-19-Pandemie zwingt in gewisser Weise zum schnellen Handeln und kann diese Sektoren natürlich nachhaltig prägen. Beispiel Gesundheitswesen: Früher, vor Corona, waren Videotelefonate mit Ärzten oder gar E-Rezepte regulatorisch schwierig und kaum umsetzbar. Inzwischen ist das möglich und wird überall etabliert. Die Diagnostik bekommt in Zeiten von Covid-19 einen deutlich höheren Stellenwert und wird auch in Zukunft sehr wichtig bleiben. Ebenso haben Biotechunternehmen an Bedeutung gewonnen, die den Grundstein für zukünftiges Wachstum als auch für Innovation bilden.

Ein ähnliches Bild ergibt sich im Technologiesektor. Das Wort Home-Office schien nur im Vokabular von Start-ups oder US-Technologieunternehmen vorzukommen. Doch durch die Corona-Pandemie wird Flexibilität neu definiert, gewohnte Wege und Arbeitsabläufe werden ergänzt. Videotelefonie, Laptops, Mobiletelefone und die Möglichkeiten der Fernwartung lassen klassische Büroräume zum Teil veraltet wirken.

Viele globale Player im Technologiesektor kommen aus den USA oder Asien. Kann Europa hier Schritt halten?

In Europa gibt es deutlich mehr gelistete Unternehmen als in den USA, allerdings ist die Marktkapitalisierung der Unternehmen in den USA erheblich höher als in Europa. Demnach hat Europa auch einige globale Player, allerdings deutlich geringere Gewichtungen in den Indizes im Vergleich zu Werten wie Apple, Microsoft, Amazon, Facebook, Alphabet, die über 45% im Nasdaq ausmachen. Die europäischen Firmen sind deutlich kleiner und weniger bekannt als die großen US-Unternehmen. Diese können aber beim Wachstum im Vergleich zu manch amerikanischen Unternehmen mithalten. Sie haben nicht selten eine starke Marktposition in ihren jeweiligen Nischen und werden von einem Top-Management geführt. 

Sind europäische Aktien aus Bewertungsaspekten aktuell besonders interessant?

Die Bewertungsdivergenz zwischen amerikanischen und europäischen Aktien ist weiterhin hoch und größtenteils auf das Übergewicht an Technologieaktien am amerikanischen Kapitalmarkt zurückzuführen. Gerade in Zeiten von Covid-19 sind Technologiewerte durch ihre digitalen Geschäftsmodelle noch stärker in den Fokus der Anleger gerückt, wodurch der Bewertungsabschlag Europas noch größer wurde. Jedoch bietet Europa je nach Anlegerfokus in der Breite eine große Vielfalt an attraktiven Unternehmen. Diese Bandbreite umfasst klassische Dividendenaristokraten, Innovationsführer in Old-Economy-Sektoren, Weltmarktführer in Nischenmärkten oder auch allgemein Titel, die stark wachsen und gegenüber amerikanischen Pendants in keiner Weise das Nachsehen haben. Aufgrund der Marktzusammensetzung muss man in Europa allerdings oftmals in der zweiten und dritten Reihe nach diesen Titeln suchen.

Können Sie uns Ihren Fondsansatz näher erläutern?

Die Anlagestrategie des Fonds kombiniert das Beste aus zwei Welten: Qualitätsaktien und Hidden Champions.

In Zeiten niedriger Zinsen und hoher Volatilität an den Kapitalmärkten stellen Qualitätsaktien sozusagen den „sicheren Hafen“ im Portfolio dar. Qualitätsunternehmen operieren oftmals in strukturellen Wachstumsmärkten und haben ihre Stabilität während der Corona-Krise erneut unter Beweis gestellt. Hidden Champions sind hingegen Unternehmen mit einer starken Marktposition in ihrer jeweiligen Nische, nicht selten auch Marktführer. Sie können durch die damit einhergehende Verhandlungs- und Preissetzungsmacht ein starkes Wachstum bei gleichzeitig hoher Profitabilität realisieren.

Außerdem sind wir überzeugt, dass es auch in Europa neben Qualitätsaktien und Hidden Champions Unternehmen gibt, die vielleicht noch nicht im allgemeinen Fokus stehen, aber hochinteressant und zukunftsträchtig sein können. Letztlich streben wir eine Kombination aus Sicherheit, Performance und Kursfantasie an. Stets nach dem Motto: Immer auf der Suche nach den Apples, Microsofts und Facebooks von morgen.

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