Die Impfstoff-Wirkung

Die Erleichterungs-Rallye setzte sich im Dezember fort, wenn nauch verhaltener als im Vormonat. Entscheidender Faktor war wie fast im gesamten Jahr 2020 Corona. Mit Großbritannien begann das erste Land mit den Impfungen, während die Zentralbanken die Märkte weiterhin mit enormer Liquidität versorgen. Parallel dazu gab es spürbare Lebenszeichen der Konjunktur, vor allem aus China, aber auch aus dem Euroraum.

Im Dezember setzte sich die Erleichterungs-Rallye aus dem Vormonat – wenn auch verhaltener – fort. Der deutsche Aktienindex DAX stieg um 3,22% und beendete das Jahr knapp unter seinem Höchststand vom Februar 2020. Der breite europäische Index Stoxx Europe 600 legte um 1,72% zu. Auf der anderen Seite des Atlantiks gewann der S&P 500 um 1,41% hinzu. Der Hang-Seng-Index in Hongkong erreichte ein Plus von 1,07%. Der MSCI-World-Index kam als Barometer für weltweite Aktien um 1,83% voran – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Corona war auch im letzten Monat des Jahres 2020 der bestimmende Faktor, im Negativen wie im Positiven. In Europa verhängten viele Regierungen schärfere Lockdown-Maßnahmen, um die steigenden Zahlen von Neuinfektionen wieder einzudämmen. Auf der anderen Seite starteten die Corona-Impfungen in Großbritannien. Das Land ließ als erstes den Impfstoff von BionTech/Pfizer zu, dann folgten die USA und die EU. Zudem erhielten mit Moderna in den USA und AstraZeneca in Großbritannien zwei weitere Impfstoffe ihre Zulassung. Um die Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen zu mildern, setzten die Zentralbanken ihre Hilfsprogramme fort. Die EZB erhöhte ihr Anleihen-Kaufprogramm um 500 Mrd. Euro auf 1.850 Euro und dehnte es um weitere neun Monate bis März 2022 aus. In den USA will die US-Notenbank ihr Kaufprogramm von 120 Mrd. US-Dollar pro Monat so lange fortsetzen, bis die Inflation erkennbar anspringt und die Beschäftigung deutlich höher als heute ist.

Im November blieb die US-Kerninflation (ohne Lebensmittel und Energie) mit 1,6% und die Inflationsrate insgesamt mit 1,2%, unverändert gegenüber dem Vorjahr. Im Euroraum lag die Kerninflation ebenfalls unverändert bei 0,2%, während die Inflation insgesamt bei -0,3%, jeweils gegenüber dem Vorjahr, erwartet wird. Diese Raten dürften sich in den nächsten Monaten beleben, wenn die Effekte des gestiegenen Ölpreises durchschlagen. Die anhaltende Liquidität seitens der großen Zentralbanken verlieh den Aktienmärkten im Dezember weiteren Rückenwind.

Zudem verbesserten sich die konjunkturellen Frühindikatoren für den Euroraum: Das Geschäftsklima verbesserte sich, und die Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen legten zu. Ersterer erreichte in Deutschland den höchsten Stand seit drei Jahren. Zudem stiegen die Auftragseingänge für die deutsche Industrie zum 6. Mal in Folge, und die Industrieproduktion sowie die Exporte wuchsen erneut zu.

Auch in China legten die Konjunkturdaten zum Teil deutlich zu, so kletterte der Export um satte 21% gegenüber dem Vorjahr – eine Folge der neu gegründeten asiatisch-pazifischen Freihandelszone. Ein gutes Zeichen für eine sich belebende Konjunktur kam auch vom Ölpreis. Die Marke Brent verteuerte sich von 47 auf 51 US-Dollar pro Fass und notierte damit erstmals seit März 2020 wieder über 50 US-Dollar. In den USA einigte sich der Kongress auf ein neues Corona-Hilfspaket in Höhe von 892 Mrd. US-Dollar, aus dem jedem US-Bürger eine einmalige Direktzahlung von 600 US-Dollar ausgezahlt werden.

Auf der anderen Seite gingen verschiedene Konjunkturindikatoren in den USA zurück, u.a. die Einkaufsmanagerindizes, der Einzelhandel und die Konsumausgaben. Belastend, vor allem für den Technologiesektor, wirkten sich auch staatliche Monopolklagen gegen verschiedene Internet-Riesen in den USA und China aus.

Die Rentenmärkte entwickelten sich vor diesem Hintergrund unterschiedlich. In Deutschland blieb die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen mit -0,57% nahezu unverändert, die Rendite ihre US-amerikanischen Pendants stieg dagegen von 0,84% auf 0,91% an. Gold verteuerte sich von 1.774 auf 1.898 US-Dollar pro Feinunze.

 

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