Konjunktur und Inflation springen an

Mit rückläufigen Corona-Ansteckungszahlen, überraschend guten Unternehmensgewinnen und überwiegend positiven Konjunkturdaten hatten die Aktienmärkte im Februar Rückenwind. Allerdings stiegen die Rohstoffpreise auf breiter Front, und die Inflation sprang ebenso an wie die Konjunktur, was die Kurse an den Börsen einbremste.

Nach einem vielversprechenden Auftakt gaben die Aktienmärkte einen Großteil ihres Wertzuwachses in der zweiten Monatshälfte wieder ab, konnten den Februar aber dennoch überwiegend mit einem positiven Ergebnis beenden. Der deutsche Aktienindex DAX stieg um 2,63% und der breite europäische Aktienindex Stoxx Europe 600 legte um 2,31% zu. In den USA verbuchte der S&P-500-Index ein Plus von 3,05%, und der Hongkonger Hang-Seng-Index erzielte einen Wertzuwachs von 2,86%. Aktien weltweit legten, gemessen am MSCI-World-Index, um 2,89% zu – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Ein Grund für den schwungvollen Monatsauftakt waren die berichteten Gewinne vieler Unternehmen aus dem S&P 500 für das vierte Quartal 2020, die mit einem durchschnittlichen Wachstum von +3% gegenüber dem Vorjahr um einiges besser ausfielen, als die Marktteilnehmer zu Beginn der Berichtssaison erwartet hatten (-10%). Die europäischen Unternehmen hinken diesem Wachstum um ein Quartal hinterher. Für das vierte Quartal 2020 berichteten die Unternehmen aus dem Stoxx Europe 600 im Durchschnitt einen Gewinneinbruch von -20%. Für das erste Quartal 2021 rechnet der Markt jedoch mit einer Erholung um 40% gegenüber dem vorangegangen Berichtszeitraum.

Unterstützung erhielten die Aktienmärkte auch von den Konjunkturdaten, die überwiegend positiv ausfielen. Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex legte zu, der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg in Deutschland und im Euroraum auf ein Drei-Jahres-Hoch, während sein Pendant für Dienstleistungen leicht zurückging. Die wachsenden Ausfuhren in Richtung China und USA konnten auch die deutschen Exporte moderat um 0,1% gegenüber dem Vormonat steigern, für die Marktteilnehmer angesichts der rückläufigen Exporte nach Europa mit einem Rückgang um -0,6% gerechnet hatten. Die deutsche Industrieproduktion konsolidierte auf dem Niveau des Vormonats, während die Auftragseingänge zurückgingen. In den USA sank die Arbeitslosenquote deutlich von 6,7% auf 6,3%, die Industrieproduktion legte gegenüber dem Vormonat ebenso zu wie die Konsumausgaben, und die Einzelhandelsumsätze kletterten um 5,3% gegenüber dem Vormonat und um 7,4% gegenüber dem Vorjahr.

Durch die anspringende Konjunktur verteuerten sich Rohstoffe und Energie auf breiter Front. So stiegen zum Beispiel die Preise für Agrarrohstoffe und Edelmetalle (mit Ausnahme von Gold), Kupfer notierte erstmals über 8.000 USD/Tonne, und der Ölpreis (Brent) kletterte im Februar von 55 auf 66 USD/Fass. Diese Preissteigerungen lösten zunehmende Inflationserwartungen aus, die die Aktienmärkte im Februar belasteten. Im Euroraum sprang die Inflation von -0,3% auf 0,9% und die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) von 0,2% auf 1,4, jeweils gegenüber dem Vorjahr. Ähnlich in den USA, dort legten die Inflation und die Kernrate jeweils um 1,4% gegenüber dem Vorjahr zu.

Dadurch kamen die Rentenmärkte unter Druck. 10-jährige deutsche Bundesanleihen rentierten mit -0,29% um 26 Basispunkte höher. Die Rendite ihrer US-Pendants erhöhte sich deutlich von 1,09% auf 1,45%. Dadurch wurde der Renditeabstand zwischen kurzen und längerfristigen Anleihen wieder größer. Angesichts steigender Renditen und Inflationsraten signalisierte die EZB, ihre Anleihenkäufe möglicherweise beschleunigen zu wollen. Die US-Notenbank kündigte ebenfalls an, ihre expansive Geldpolitik beizubehalten, vor allem mit Blick auf den noch weit von einer Erholung entfernten Arbeitsmarkt. Der Goldpreis geriet durch die steigenden Renditen unter Druck und fiel von 1.858 auf 1.727 USD/Feinunze.

 

 

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