Sorgenvoller September

Eine Kombination aus Problemen überlagerte das bislang positive konjunkturelle Umfeld und noch gute Unternehmenszahlen: die Schieflage von Evergrande, Lieferengpässe, der steigende Inflationsdruck und die Sorge der Marktteilnehmer vor einer künftig vielleicht restriktiveren Geldpolitik.

Der September war ein schwacher Monat für die weltweiten Aktienmärkte. Der deutsche Aktienindex DAX und der breite europäische Index Stoxx Europe 600 gaben -3,63% bzw. -3,41% ab. Etwas geringer fielen die Verluste auf der anderen Seite des Atlantiks aus: Der S&P-500-Index gab um -2,81% nach. Der Hongkonger Hang-Seng-Index büßte -3,20% ein. Insgesamt korrigierten weltweite Aktien, gemessen am MSCI World, um -2,34% – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Für den Gegenwind an den Börsen sorgte eine Kombination aus Problemen, die das bislang positive konjunkturelle Umfeld und noch gute Unternehmenszahlen überlagerten: Die Schieflage des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande belastete das Verbrauchervertrauen sowie den Konsum und darüber hinaus den Immobilien- und Aktienmarkt in China, der ohnehin seit längerem oftmals das Ziel staatlicher Regulierungseingriffe ist.

Lieferengpässe beeinträchtigten weiterhin die Produktion in den Industrieländern. Entsprechend ging der deutsche ifo-Geschäftsklima-Index zum zweiten Mal in Folge zurück und fiel von 99,6 auf 98,8 Punkte. Vor allem das verarbeitende Gewerbe beurteilt die Lage pessimistischer, da die Auftragseingänge zurückgehen. Steigende Rohstoffpreise – insbesondere Erdgas und Strom – sorgen für anhaltenden Inflationsdruck. In Deutschland stiegen die Verbraucherpreise im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1% und im Euroraum um 3,4% – der höchste Inflationsanstieg seit September 2008. In den USA lag die Teuerungsrate (im August) gegenüber dem Vorjahresmonat bei 5,3% und damit etwas niedriger als im Monat zuvor.

Die anhaltende Inflation befeuerte die Sorgen der Marktteilnehmer, die US-Notenbank (Fed) könnte schneller als erwartet einen restriktiveren Kurs einschlagen. Fed-Chef Jerome Powell erwartete die Inflation auch in den kommenden Monaten deutlich über dem Zielwert der Fed (2%), bevor sie im nächsten Jahr wieder nachlassen werde. Ein dauerhaft erhöhtes Preisniveau sieht er aber weiterhin nicht. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet damit, dass die Fed ihr Anleihenkaufprogramm in Kürze drosseln und bis Mitte 2022 auf null herunterfahren werde. Den Euroraum sieht man dagegen weiterhin geldpolitisch expansiv agieren.

Die Anleiherenditen reagierten auf die befürchtete Änderung der Geldpolitik mit steigenden Zinsen. 10-jährige US-Treasuries rentierten mit 1,49% um 18 Basispunkte höher, ebenso wie ihre deutschen Pendants, deren Rendite auf -0,20% stieg. Gold konnte im September nicht von der gestiegenen Inflation profitieren. Der Preis für die Feinunze ging von 1.815 auf 1.760 US-Dollar zurück. Das lag in erster Linie am erstarkenden US-Dollar, der von 0,847 auf 0,864 Euro stieg.

Mit Blick auf die Aktiensektoren entwickelten sich im MSCI-World-Index lediglich Banken, Automobilwerte und Energietitel positiv, alle anderen Sektoren verzeichneten ein negatives Ergebnis, allen voran Versorger, Bauwesen und Rohstoffe.

 

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