Neubewertung der Risiken

Wachstumssorgen, die unter anderem durch den Ukraine-Konflikt und Chinas Null-Covid-Strategie ausgelöst werden, überlagerten im Mai den Blick auf die Inflation. In der Folge erwarteten die Marktteilnehmer eine weniger aggressive Anhebung der Leitzinsen, was sich positiv an den Aktienmärkten niederschlug.

Im Mai gingen die Aktienkurse, wie schon in den Monaten zuvor, zunächst weiter zurück, drehten jedoch im Monatsverlauf und konnten einen Teil der Verluste wieder aufholen. Positiver Ausreißer dabei war der deutsche Aktienindex DAX, der den Mai mit einem Plus von 2,06% beenden konnte. Der breite europäische Index Stoxx Europe 600 gab um -1,56% nach. Der US-amerikanische Index S&P 500 verlor -1,70%, und der Hongkonger Hang-Seng-Index verzeichnete mit -0,19% ein nur moderates Minus. Insgesamt gaben weltweite Aktien, gemessen am MSCI World, um -1,87% nach - alle Indexangaben auf Euro-Basis.

Der Richtungswechsel an den Aktienmärkten ging einher mit einer sich verändernden Bewertung der Risiken seitens der Marktteilnehmer. Standen zuerst vor allem die Inflationsrisiken im Mittelpunkt, erlangten im Monatsverlauf zunehmende Wachstumssorgen erhöhte Aufmerksamkeit. Mit den stärker in den Fokus rückenden Wachstumsrisiken stieg die Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine weniger aggressive Erhöhung der US-Leitzinsen in den kommenden Monaten. Die US-Notenbank bestätigte dies indirekt, indem sie zwei Zinsschritte in Höhe von 50 Basispunkten im Juni und im Juli auf dann 1,75 bis 2,0% signalisierte, aber Spekulationen über eine Erhöhung der Leitzinsen um 75 Basispunkte im Juni eine Absage erteilte. Der Markt rechnete weiterhin mit US-Leitzinsen in einer Spanne von 2,50 bis 2,75% bis zum Jahresende.

Auch wenn die Wachstumsrisiken die Inflationsrisiken im Mai überlagerten, letztere blieben weiterhin präsent. China lockerte seine Corona-Einschränkungen ein wenig, und die Europäische Union verständigte sich auf ein partielles Öl-Embargo gegen Russland. Infolgedessen stieg der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent von 108 auf 123 US-Dollar. In Europa verstärkte sich der Inflationsdruck weiter mit einer Teuerung von 8,1% gegenüber dem Vorjahresmonat. Im April waren es noch 7,5%. In den USA hingegen ging die Teuerung leicht von 8,5% (März) auf 8,3% (April) jeweils gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Die Marktteilnehmer gingen von einer ersten Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank im Juli und insgesamt vier Zinsschritten in Höhe von 25 Basispunkten im laufenden Jahr aus.

Die Rentenmärkte in den USA und in Europa reagierten unterschiedlich auf die Zinserwartungen. US-Staatsanleihen schnitten im Mai besser ab, da man mit weniger aggressiven Zinserhöhungen rechnete. Ihre europäischen Pendants dagegen gaben nach vor dem Hintergrund der weiter steigenden Inflation und mehreren zu erwartenden Zinserhöhungen seitens der EZB. Gold gab ebenfalls nach. Der Preis für eine Feinunze fiel um -2,62% auf 1.848,11 US-Dollar.

 

 

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